Bezirksverband der KAB Main-Rodgau

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Stand vom 11.03..2006

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Presse und Öffentlichkeitsarbeit der KAB - Main-Rodgau:

Erwartungen noch nicht erfüllt

100 Tage Große Koalition

 

Gedanken eines KAB’lers

Die zwei ungleichen Partner haben sich zwar nicht gesucht – aber gefunden. In vielen offenen Fragen besteht Einigkeit, vor allem darin, wie man die „kleinen Leute“ ärgert bzw. schröpft und die „Großen“ weiterhin verwöhnt.

Nicht annähernd bewältigt wurde das große brennende Problem der unverändert hohen Arbeitslosenquote. Und noch nicht erkennbar sind Verbesserungen in der Familienpolitik einschließlich der Aufhebung von Benachteiligungen von Alleinerziehenden. Kinder bedeuten weiter ein Armutsrisiko. Die Vereinbarkeit von Familie, d. h. Kindererziehung, und Beruf ist nicht gegeben.

DGB-Chef Sommer dämpft in diesen Tagen den seitens der Bundesregierung gern zu Schau getragenen Optimismus in Sachen Arbeitsmarkt. In Wirklichkeit haben wir nicht 5 Mio. Arbeitslose sondern deren 7 (sieben) Millionen! Statistische Zahlenspiele machen es möglich, die tatsächlichen Zahlen klein zu rechnen. Was tut aber die Regierung, um die Lage am Arbeitsmarkt zu entspannen. Nun, sie tut genau das Gegenteil von dem, was der gesunde Menschenverstand für geboten hält. Sie will die Mehrwertsteuer drastisch anheben und wird damit den Konsum ausbremsen. Erneut stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel! Das Instrument der Minijobs zerstören sozialversicherte Jobs, vor allem im Handel. Die Förderung und (indirekte) Finanzierung von Auslagerungen von Unternehmen oder Unternehmensteilen ins Ausland vernichtete hunderttausende Arbeitsplätze – und dieser Trend ist noch nicht gestoppt!

Die Anhebung des Rentenalters ist überhaupt kein Instrument zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und kann leider nur das Gegenteil bewirken.

Der KAB-Bundesvorstand hat in einer detaillierten Analyse und Stellungnahme zu den 100 Tagen der Koalition die Mängel und die falschen Lösungsansätze aufgezeigt. Die KAB zeigt Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Besserung der Lage auf. Der Text ist unter www.kab.de abzurufen bzw. einzusehen.

Der Bundesregierung sei dringend empfohlen, sich nicht nur Rat bei der Industrie einzuholen, sondern die Verbände zu hören, deren „Ohr“ näher bei den Betroffenen ist. Auch in diesen Verbänden sind Menschen tätig, die einerseits über Sachverstand verfügen und die andererseits das Gemeinwohl nicht aus dem Blick verlieren.

Ferdinand Puhe

10-03-06